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Wartung und Reparatur in Eigenregie: K.o.-Kriterien ausschließen

Anna Matuschek

Vor der ZWEIJÄHRLICHEN HAUPTUNTERSUCHUNG bei TÜV, Dekra und anderen Prüforganisationen graut es vielen Gebrauchtwagenbesitzern. Wir zeigen, wie Sie Ihr Auto vor der Begutachtung checken und sich Stress und unnötige Kosten sparen können. Zudem gelten ab sofort neue Regeln – Probefahrt inklusive.

Im ZEHNTEN TEIL UNSERER SERIE zeigen wir, wie Sie Ihr Auto vor der Hauptuntersuchung durchchecken. Seit dem 1. Juli 2012 gelten für alle Prüforganisationen einheitliche Mängellisten und teils auch härtere Kriterien. Um die Funktion der versteckten Elektronik wie ABS, Airbag oder ESP zu kontrollieren, wird es für Autos mit Erstzulassung ab Juli 2012 zukünftig eine gesonderte Prüfung geben. Ob hier böse Überraschungen lauern, kann nur eine Werkstatt herausfinden.

Licht an, Spot an

Anders sieht es mit der Lichtanlage aus. Hierzu bitten Sie eine zweite Person, die Funktion zu prüfen, während Sie alle Schalter im Innenraum betätigen. Vergessen Sie auch einen Sicht-Check der Gläser nicht. Ist ein Nebelscheinwerfer zum Beispiel vom Steinschlag so stark beschädigt, dass die Leuchtwirkung beeinträchtigt ist, lautet das Fazit nach neuem Mangelbaum: durchgefallen. Weil man nur noch selten auf die Gnade der Prüfer hoffen darf, achten Sie beim Durchschalten gleich auf die Funktionen der Knöpfe. Eine defekte Anzeige des Fernlichts ist ebenso ein Knock-out-Kriterium wie eine fehlende Abdeckung über dem Pluspol der Batterie.

Motor und Reifen

Im Motorraum füllen Sie alle Betriebsflüssigkeiten nach, das macht immer einen guten Eindruck, ebenso wie ein gepflegter Innenraum. Zukünftig wird der Prüfer bei der Untersuchung mit Ihrem Auto fahren. Nachdem Sie sich von der Funktion der Lichtanlage und dem sauberen Zustand von Motorraum und Innenraum überzeugt haben, wagen Sie einen Blick auf die Räder. Reifen und Felgen sollten in gutem Zustand sein. Heftige Einparkrempler können das Bestehen der Prüfung gefährden. Wer M+S-Reifen montiert hat, sollte auf einen Höchstgeschwindigkeits-Aufkleber achten. Fehlt er: durchgefallen.

Ein Blick hinter die Räder lohnt sich ebenfalls. Trägt die Bremsscheibe tiefe Riefen? Ist der Belag selbst dünner als der Stahl-Halter? Wer sich vom Zustand überzeugen möchte, kann den Zustand der Antriebswellen- oder Lenkmanschetten überzeugen möchte, kann dies auch ohne Hebebühne tun. Einen defekten Auspuff erkennt der aufmerksame Autofahrer bereits am lauten Geräusch. Wer bei der Durchsicht auf Mängel stößt, sollte diese vor der HU reparieren oder beheben lassen. So spart man sich den Zeitdruck und die Zusatzkosten einer Nachuntersuchung. Übrigens: Wer den Termin um mehr als zwei Monate überzieht, muss zukünftig mit 20 Prozent Aufschlag rechnen.

27. Juli 2012
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Anna Matuschek

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