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Opel Mokka im Fahrbericht: Kaffee ist fertig!

Opel Mokka, Frontansicht

Der neue kleine SUV Opel Mokka ist fertig entwickelt und rollt ab Oktober zu den Händlern. Vorab bekam AUTO die Gelegenheit, sich einen ersten Fahreindruck zu verschaffen.

Ein heiße Tasse Kaffee wirkt überall auf der Welt anregend: Mit ein Grund, weshalb Opel den neuen kleinen SUV für die internationalen Märkte auf den Namen Mokka taufte. In Korea wird er auf eigener, neuer Plattform gebaut, doch alle wichtigen Komponenten wie Fahrwerk, Antriebsstrang und weite Teile der Inneneinrichtung kommen aus Deutschland. Die bequemen Vordersitze sind sogar von der "Aktion Gesunder Rücken" zertifiziert.
In Europa wird er Opel heißen, in Großbritannien mit modifiziertem Fahrwerk Vauxhall, in den USA und Kanada Buick Encore, im Rest der Welt dann Chevrolet. Russland bekommt eine eigene Version mit einem nur für dieses Land gebauten 1,8-Liter Turbodiesel und einer hydraulischen Servolenkung, nicht mit der feineren elektrischen aller anderen Mokka-Modelle.

Im Rahmen der letzten Prototypen-Erprobung bot Opel jetzt Gelegenheit, den sozusagen frisch aufgebrühten kleinen SUV bereits vorab einmal auf der Straße kennenzulernen. Straße? Eher eine Art asphaltierter Waldweg mit öffentlicher Nutzung, aber gut zum Checken.
Die viertürige Karosserie mit der Heckklappe wirkt unerschütterlich steif, scheint sich auch in welligen Wechselkurven nicht zu verwinden und bietet innen mehr gemütlichen Raum, als der Mokka von außen ahnen lässt. Die Basisversion tritt mit Frontantrieb, Fünfganggetriebe und einem 1,6-Liter-Vierzylinder an, der 115 PS leistet.
Deutlich munterer geht es mit dem 1,4-Liter-Turbomotor voran, der seine 140 PS auf Wunsch auch an alle vier Räder liefert. Die Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse reguliert eine Lamellenkupplung im Verhältnis von 100:0 bis 50:50. Das komplette Allradsystem wiegt nicht mehr als 65 Kilogramm.

Die Abstimmung des Fahrwerks bildet einen guten Kompromiss aus sportlicher Straffheit und komfortablem Wegfedern größerer und kleinerer Unebenheiten. Selbst in zügig umrundeten Kurven neigt sich der Mokka nur dezent zur Seite, und abruptes Bremsen quittiert er ohne jedes dramatische Nicken. Drehmoment-Meister wird im Mokka der 1,7-Liter-Turbodiesel mit 300 Newtonmetern.
Über die Preise schweigt Opel noch, aber das Basismodell dürfte auf dem Niveau eines Skoda Yeti oder Nissan Qashqai liegen, bei gut 18 000 Euro also.

14. Juni 2012
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Malte Jürgens

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