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Kaufberatung Youngtimer: Einkaufs-Berater

BMW Dreier Cabrio

Egal ob günstiger Alltagsklassiker oder edles Sammlerstück – Youngtimer liegen voll im Trend. AUTO stellt Ihnen zwölf Modelle mit ihren STÄRKEN, SCHWÄCHEN UND PREISEN vor. Außerdem geben wir wichtige Tipps für eine erfolgreiche Suche nach dem Lieblingsauto.

WAS SIND YOUNGTIMER? Darunter versteht man rund 20 Jahre alte Autos, die zwar noch nicht als Oldtimer (ab 30 Jahre) zugelassen sind, aber aufgrund ihrer Historie und ihres Zustands als Sammlerobjekte gelten.

WIE FINDE ICH EINEN YOUNGTIMER? Der Verkauf makelloser, aber oft teurer Autos läuft über spezialisierte Händler sowie auf Messen und Auktionen. Die beiden wichtigsten deutschen Messen sind die Retro Classics in Stuttgart und Techno Classica in Essen. Schnäppchen lassen sich am besten in Online- Automärkten wie autoscout24. de oder mobile.de finden.

WOHER WEISS ICH, OB DER PREIS ANGEMESSEN IST? Über aktuelle Preise eines Modells kann man sich in Online-Automärkten ganz gut informieren. Wenn es sich nicht gerade um ein seltenes Modell handelt, werden dort in der Regel ausreichend Autos angeboten. So ergibt sich je nach Zustand eine Preisspanne. Wer es genau wissen will, lässt sich den Marktpreis von den Experten von www.classic-car-tax.de ermitteln (Preis: ab 9,95 Euro). Bei exklusiven Fahrzeugen können viele Besitzer aktuelle Wertgutachten vorweisen.

WIE PRÜFE ICH DEN ZUSTAND? Kaufberatungen in Fachmagazinen wie auf den Folgeseiten, Online-Foren und Fachliteratur geben Informationen über Stärken und Schwächen der beliebtesten Modelle. Bei der Probefahrt sollte man den Schwachstellen besondere Aufmerksamkeit schenken. Wer unsicher ist, greift zum Gebrauchtwagencheck beim TÜV (ab 20 Euro). Sollten Sie sich für einen Exoten interessieren, nehmen Sie vor dem Kauf am besten Kontakt mit einem einschlägigen Club auf, der auf spezielle Besonderheiten hinweisen kann.

WAS MUSS ICH NACH DEM KAUF BEDENKEN? Im Gegensatz zu einem wenige Jahre alten Gebrauchtwagen mit halbwegs moderner Abgasreinigung sind die Unterhaltskosten bei Youngtimern zum Teil sehr hoch. Das liegt sowohl am höheren Steuersatz – nur Oldtimer mit H-Kennzeichen genießen hier Vergünstigungen – als auch an den vor allem bei großvolumigen Motoren hohen Kraftstoffkosten. Wer seinen Youngtimer nicht als Alltagsauto nutzen will, legt sich am besten ein Saisonkennzeichen zu. Das reduziert die Kosten und erspart dem gehegten Klassiker Schnee und Salz. Trotzdem sollte man dem Rost aktiv vorbeugen und eine Werkstatt an der Hand haben, die sich mit dem älteren Modell auskennt. Je exotischer der Youngtimer, desto wichtiger ist es, vor dem Kauf die Ersatzteilsituation zu überprüfen.

27. März 2012
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Jens Katemann

Autor:

Aktuelle Ausgabe